Was waere das Leben ohne das Handwerk

In unserem heutigen Blogartikel wollen wir Ihnen nichts über unsere Produkte selbst erklären. Vielmehr wollen wir für die Wichtigkeit des Handwerks plädieren. Viele Menschen sind sich vielleicht nicht bewusst, wie sehr das Handwerk mit unserem täglichen Leben vernetzt ist. Und genau deswegen halten wir es für äußerst wichtig, als familiengeführtes Traditionsunternehmen unseren Kundinnen und Kunden, Leserinnen und Lesern dies näher zu bringen. Denn das Handwerk, ist überall!

Ohne Handwerk kein Dach über dem Kopf

In Deutschland gibt es laut Statistischem Bundesamt rund 19 Millionen Gebäude, davon sind 17,3 Millionen Wohngebäude: Sie alle wurden natürlich mit der Hilfe von Handwerkern erbaut. Mit anderen Worten: Deutschland wäre ohne das Handwerk eine trostlose Brache – und die mehr als 81 Millionen Einwohner des Landes blieben ohne ein warmes und trockenes Zuhause. Mehr als 35 handwerkliche Berufsbilder allein in den Bereichen Bau und Ausbau – vom Maurer über den Maler bis zum Dachdecker und Zimmerer – sorgen dafür, dass neue Häuser gebaut und alte nach den neuesten Standards in Schuss gebracht werden.

Dabei redet alles über energetische Gebäudesanierung, Umweltschutz am Bau und CO2-Einsparung – ebenfalls undenkbar ohne das Handwerk. Die gesamte Energietechnik, Alarmanlagen etc. werden vom Handwerk eingebaut, gewartet und erneuert. Und dass die Zeit vorbei ist, in der das Wasser vom Brunnen geholt wurde, ist selbstverständlich ebenfalls dem Handwerk zu verdanken.

Das tägliche Brot und mehr

In Deutschland können wir aus mehr als 300 Sorten Brot und rund 1.200 Sorten Gebäck wählen – unser wichtigstes Grundnahrungsmittel gibt es in einer Vielfalt wie nirgends sonst. Die mehr als 16.000 handwerklichen Bäckereien und über 3.000 Konditoreien in unserem Land machen dieses reichhaltige Angebot möglich und verarbeiten dabei jährlich über sechs Millionen Tonnen Mehl.

Dazu kommen rund 27.000 Betriebe bzw. Filialen im Fleischerhandwerk, die uns beispielsweise mit fast 1,5 Millionen Tonnen Würsten im Jahr versorgen. Ohne das Handwerk würde uns also nicht nur das Brot fehlen, sondern auch die Wurst auf dem Weckle. Alles in allem arbeiten Handwerker in acht Berufen, die nicht umsonst nach dem benannt sind, was sie schaffen: Lebens-Mittel!

Das wertvollste Gut: die eigene Gesundheit

Circa 39 Millionen Deutsche tragen eine Brille, die ihnen täglich hilft, sich im Leben zurechtzufinden. Dass sie scharf sehen – und dabei auch noch gut aussehen – können, dafür sorgen in der Bundesrepublik fast 45.000 Optiker. In mehr als 10.000 Fachgeschäften stehen sie für alle Fragen rund um die Brille bereit und verschaffen ihren Kunden mit jährlich 34 Millionen Brillengläsern klare Sicht.

Für den richtigen Ton sorgen in Deutschland rund 10.500 Hörgeräteakustiker: Sie fertigen jährlich über drei Millionen – meist unsichtbare – Hörsysteme, die der wachsenden Gruppe der Menschen mit Hörminderungen ermöglichen, ihren Alltag leichter und besser zu bestreiten oder sogar ein noch nie da gewesenes Sinnesorgan und damit eine wahre Offenbarung zu erleben.

In der Orthopädietechnik helfen mehr als 36.000 Mitarbeiter mit Einlagen, Prothesen und weiteren Produkten vielen Menschen, trotz Krankheit, Behinderung oder Alter ihr Leben zu meistern. Und die Aufzählung ließe sich fortsetzen, denn auch chirurgische Geräte in hoher Präzision kommen aus dem Handwerk. Dies wird nur durch Menschen möglich, die sich ihrer Verantwortung für das wertvollste Gut ihrer Kunden bewusst sind: ihre Gesundheit.

Mobilität: mehr als nur von A nach B

Deutschland ist ein Land der Autofahrer. Mit rund 50 Millionen Kraftfahrzeugen bewegen sich die Bürger von A nach B. Dass sie dort ankommen, dafür sorgen auch die 460.000 Beschäftigten in den 40.000 Kfz-Werkstätten. Sie halten die Autos in Ordnung, sorgen für Sicherheit und möglichst geringen Schadstoffausstoß. Übertroffen wird die Zahl der Autofahrer noch von der der Radfahrer. Denn 80 Prozent der Haushalte verfügen über mindestens einen Drahtesel. So gibt es mehr als 70 Millionen Räder, die ohne die kompetente Hilfe der Zweiradmechaniker nicht recht vorankommen würden. Mit Fußgängern teilen sich Auto- und Radfahrer zudem ein Straßennetz von 240.000 km Länge. Gebaut, gepflegt und repariert werden die Verkehrsadern von Profis aus dem Handwerk, genauer gesagt von Straßenbauern.

Das gute Aussehen und die Kultur

Doch wir wollen nicht nur bequem leben und uns komfortabel und sicher fortbewegen. Das Leben ist mehr als Versorgung, Essen, Wärme, Sicherheit. Lebenswert wird es durch Stil, Geschmack, Kultur – wir wollen schließlich auch gut aussehen. Und wer macht das alles möglich ? …. RICHTIG, das Handwerk!

In Deutschland laden beispielsweise 73.000 Friseursalons zu einem Besuch ein – und jeder nimmt dieses Angebot statistisch betrachtet 5,75 Mal im Jahr in Anspruch. Auch wenn es nur wenige Menschen regelmäßig zum Maßschneider führt – wenn die Mäntel, Kleider, Hosen, Jacken nicht so passen, wie sie sollen, hilft der Änderungsschneider. 16.000 Fachbetriebe sorgen in Deutschland für guten Sitz in Kleidungsfragen.

Für die Schuhe ist wiederum ein anderer Spezialist gefragt. Dank der 3.400 handwerklichen Schuhmacherbetriebe sind eine durchgelaufene Sohle oder ein abgebrochener Absatz noch lange kein Grund, barfuß gehen zu müssen. Starke Emotionen sind mit dem Thema Schmuck verbunden, die wichtigsten Ereignisse und schönsten Erinnerungen wie Verlobungen, Hochzeiten, Geburten und Geburtstage haben mit Schmuck zu tun. Über 5.000 Gold- und Silberschmiede in Deutschland fertigen dafür Schmuckstücke höchster Güte. So entstehen etwa die Eheringe für die circa 370.000 Trauungen, die jährlich in Deutschland stattfinden.

Und eine Welt ohne Musik und Unterhaltung? Unvorstellbar! Über elf Millionen Menschen in Deutschland machen selbst Musik und spielen in ihrer Freizeit ein Instrument, viele von ihnen in einem der fast 30.000 Orchester oder in einer eigenen Band. Die dafür benötigten Instrumente werden von über 4.000 Handwerkern gefertigt – natürlich ebenfalls mit höchster Präzision. Daran hängt mehr als die eine oder andere schöne Stunde. Es geht um ein Stück unserer Kultur, ganz genauso wie an der Literatur und der Zeitungslektüre – die ohne Drucker nicht denkbar wäre.

Nebenbei den Klimawandel stoppen

Gebäudeenergieberater, Schornsteinfeger oder Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Handwerker sorgen Tag für Tag dafür, dass wir weniger Energie verbrauchen, Geld einsparen und den CO2-Ausstoß verringern. Mit ihrer Arbeit tragen Handwerker somit aktiv zum Klimaschutz bei. Allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 wurden 350.000 Wohneinheiten durch Handwerker energetisch saniert. Das vermeidet jährlich einen CO2-Ausstoß in Höhe von einer Million Tonnen. Zudem installierten Handwerker 2008 etwa 210.000 Solarthermie- Anlagen – mit einer Ersparnis von 1,2 Millionen Tonnen CO2.

Das Handwerk: allgegenwärtig

Bereits die wenigen Beispiele zeigen: Das Handwerk spielt in nahezu allen Lebensbereichen eine große Rolle. Selbst in unseren tragischen und traurigen Momenten, wenn auf ganz andere Weise Menschen mit Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Empathie gebraucht werden, hilft uns das Handwerk. In 840.000 Sterbefällen in jedem Jahr begleiten uns die Bestatter in Würde und schaffen einen pietätvollen Rahmen für die Beerdigung. Tischler sorgen für die Särge, während 20.000 Steinmetze kunstvoll jene Grabsteine fertigen, die uns an die Verstorbenen erinnern.

Handwerk: für die Zukunft zuständig

Weil es so eng und so breit mit unser aller Leben verflochten ist, ist das Handwerk der stabilste Wirtschaftsbereich von allen. Jungen Menschen bietet das Handwerk gute Zukunftsaussichten – und Perspektiven, die weiterführender sind, als viele denken. Viele Handwerksberufe können mit akademischen Studiengängen verknüpft werden – ja einige Studiengänge, wie zum Beispiel Architektur, sind ohne handwerkliche Ausbildung gar nicht denkbar. Der Wirtschaftszweig gibt 480.000 Jugendlichen Jahr für Jahr eine individuelle Karriereperspektive – mit einem Ausbildungsplatz im Handwerk. In ihrem späteren Beruf werden die jungen Menschen in die Fußstapfen heutiger Handwerker treten und dafür sorgen, dass unser Leben auch zukünftig lebenswert bleibt.

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