Nikolaus steht vor der Tür…!

Für viele Menschen, vor allem für Kinder, stellt der Nikolaustag ein besonderes Highlight in der Adventszeit dar. Fröhliche Nikolaus-Lieder, über Nacht gefüllte Teller oder Stiefel und vielleicht sogar ein Besuch vom Nikolaus persönlich machen den Tag ganz märchenhaft. Doch woher kommen diese Bräuche eigentlich? Und wer war dieser Nikolaus, dem dieser Tag gewidmet ist?

Nikolaus steht vor der Tuer…

Wir feiern den Nikolaustag in Gedenken an den Heiligen Nikolaus von Myra. Angeblich soll er an einem 6. Dezember gestorben sein. Der Heilige Nikolaus ist einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche. In Russland und anderen orthodoxen Kirchen wird dem Nikolaus bis heute eine besonders große Bedeutung beigemessen. Er wird dort als „Engel auf Erden“ oder „Retter der Welt“ verehrt. In den westlichen Kirchen hat sich vor allem das Bild des gütigen Bischofs durchgesetzt.

Zum Leben des Nikolaus von Myra gibt es nur wenige historisch gesicherte Fakten. Zum Teil scheint nicht klar zu sein, ob es sich um eine einzelne Person handelt oder ob sich in den Erzählungen die Lebensgeschichten zweier Menschen vermischen: Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert lebte, und Abt Nikolaus von Sion (6. Jahrhundert). Beide lebten an der Küste Lykiens in der heutigen Türkei.

Nikolaus von Myra wurde zwischen 270 und 286 n. Chr. in Patara geboren, einer antiken Stadt, die etwa 100 Kilometer südwestlich vom heutigen Antalya liegt. Damals sprach man in der Region noch griechisch. Nikolaus wurde Überlieferungen zufolge schon mit 19 Jahren zum Priester geweiht und Abt im Kloster Sion in der Nähe von Myra. Den Erzählungen zufolge wurde er im Jahr 310 während der Christenverfolgung gefangen genommen, woraufhin er sein großes Erbe unter den Armen verteilte. Nikolaus wurde so populär, weil sich um seine Person zahlreiche Legenden ranken, die das Bild eines großzügigen und volksnahen Kirchenmannes zeichnen.

Beispielsweise soll er einmal Schiffsleuten erschienen sein, die in Seenot geraten waren. Er erschien als Mann mit übernatürlichen Kräften und steuerte das Schiff, setzte die Segel und ließ sogar den Sturm abklingen. Die Seemänner erkannten Nikolaus, als sie später in der Kirche von Myra ein Dankesgebet sprechen wollten. Daher gilt der Heilige Nikolaus heute auch als Patron der Seefahrer.

Zur Tradition gehört es oft auch, dass der Nikolaus die Kinder befragt, ob sie brav waren. In manchen Ländern hat der Nikolaus dabei einen Begleiter, der zum Teil recht furchteinflößend sein kann. Während dies in weiten Teilen Deutschlands der Knecht Ruprecht ist, ist in Österreich und Teilen Süddeutschlands der Krampus üblicher. Der Gehilfe unterstützt den Nikolaus beim Verteilen von Geschenken oder erschreckt die Kinder, die nicht brav waren. Er soll das gezähmte Böse darstellen. So ist der 5. Dezember vielerorts als Krampustag bekannt, an dem als Krampus verkleidete Menschen lärmend durch die Straßen ziehen, bevor sie schließlich am Abend oder eben am nächsten Tag vom guten Nikolaus gezähmt werden.

Auch wir haben den Nikolaus schon bei seiner Tour durch unsere Ausstellung erblicken können. Mal sehen was wir in unseren Stiefeln haben, wenn es soweit ist.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine fröhliche Adventszeit, genießen Sie ein paar ruhige Stunden im Beisein Ihrer Liebsten und bleiben Sie gesund!
Ihre Fa. Schwarzer GmbH aus Remseck am Neckar

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